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Mehrere Servos zerschossen

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Re: Mehrere Servos zerschossen

05 Apr. 2024 18:10
#
SInd die Servos denn Rückstromfest?

Achtung, ich bin in Elektronik wenig trainiert .... :blush:
Mir sind gerade erst zwei neue KST 08 gestorben, als ich plus und minus vertauscht habe. Das könnte man doch als das Extrem eines Rückstromes betrachten, oder? Das halten sie jedenfalls eindeutig nicht aus. Keine Ahnung, ob andere Servos das vertragen.

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  • sunbeam
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Re: Mehrere Servos zerschossen

08 Apr. 2024 04:51
#
Sehr interessant. Kam der Pufferkondensator von MKS? Hast du ihn direkt im Empfänger quasi parallel zu allen Servos angeschlossen?

Bei den hier betroffenen Servos habe ich ja mal nach Hersteller/Typ nachgefragt, aber noch keine Antwort erhalten.

Gruß, Kai

Nein, der Pufferkondensator war ein kleiner Kondensator von Robbe mit dem Standard-Servostecker. Den habe ich direkt am Empfänger an einem freien Steckplatz angeschlossen.

Ok, danke!

Gruß, Kai

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  • diabolotin
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Re: Mehrere Servos zerschossen

08 Apr. 2024 16:38 - 08 Apr. 2024 18:42
#
SInd die Servos denn Rückstromfest? Gerade bei starken und schnellen Servos kann das eine Ursache sein. .
Servos sind doch gerade die Bauteile, die Rückströme generieren. Wie sollen die sich durch einen Puffer selbst schützen?

Ein Puffer-Kondensator (z.B. 1st 25F/50F. Ja Farad, nicht Mikrofarad.) puffert das gesamte BEC System, da ist es egal, ob die Servos oder Empfänger davor oder danach dran hängen. Es ist eine Parallelschaltung.

Manche Servos geben eine höhere Induktionsspannung ab, diese wird entweder durch einen Empfängerakku oder Puffer „aufgenommen“. Und falls diese Puffer nicht vorhanden, können Servo oder Empfänger Schaden nehmen, da die Spannungsspitzen über der zulässigen Spannung der Servos oder Empfänger sein können.
Ein Puffer bzw. Empfängerakku unterstützt bei Stromspitzen und den resultierenden Spannungseinbrüchen,
sowie bei den durch manchen Servos erzeugte Spannungsspitzen (bis zu 14V, siehe Link unten).

Ein BEC ist meiner Ansicht nach besser, als ein Empfängerakku, da keine Wartung notwendig. Wenn man die passenden Komponenten verwendet.
Gute Servos arbeiten auch ohne Puffer und der Puffer dient nur als zusätzliche Sicherheit, bzw. zur Notlandung im Falle eines BEC-Spannungsausfalles.

Hier ein interessanter Bericht:
www.vstabi.info/de/node/1421
Alt, aber noch immer aktuell, solange sich die Physik nicht ändert :P

P.S. Im Helikopter verwende ich gerne MKS 575SL und MKS 880. Aber auch mit Savöx 2271/2272 sowie einigen KST habe ich gute Erfahrungen gemacht.
www.rc-heli.de/forum/hubschrauber-system...=5762561#post5762561
Viele Grüße
Udo

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Letzte Änderung: 08 Apr. 2024 18:42 von diabolotin.

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  • AndreCH
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Re: Mehrere Servos zerschossen

09 Apr. 2024 07:54 - 09 Apr. 2024 07:57
#
Ich hatte vor einiger Zeit sehr grosse Spannungsschwankungen im Heli.
Das System war ein FBL von Spirit, BEC vom Regler und die vom Helihersteller empfohlenen Midiservos von MKS.
Eingestellt war 7,5V BEC Spannung, in der Telemetrie konnten schon nach moderatem Fliegen Spannungsschwankungen zwischen 6,8 und über 8,5 V abgelesen werden.
Ein zusätzlicher Kondensator wahrscheinlich von Futaba in der Grösse von ca 1500-2000 mF hat das System sehr deutlich beruhigt.

Im Heli ist es ja schon lange üblich ohne Backup-Akku zu fliegen, bei meinen Flächenmodellen habe ich überall einen Backup-Akku drin.
Ein Empfängerakku wirkt wie ein grosser Kondensator und bügelt alle Spannungsspitzen wirksam aus.
Aber nur wenn er direkt am Empfänger angeschlossen ist.
Wenn man einen Backup-Akku mit einer Diode absichert gegen Rückströme, kann er diese Funktion natürlich nicht mehr ausüben. Deswegen verwende ich Regler die schon am BEC-Ausgang mit einer internen Diode gegen Rückströme abgesichert sind (zB YGE), und stecke den Backup-Akku direkt am Empfänger an.
Dieses System wird seit vielen Jahren von Volker Klemm so vorgeschlagen.

Gruss André
Letzte Änderung: 09 Apr. 2024 07:57 von AndreCH.

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  • diabolotin
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Re: Mehrere Servos zerschossen

09 Apr. 2024 10:59 - 09 Apr. 2024 11:30
#
Ich hatte vor einiger Zeit sehr grosse Spannungsschwankungen im Heli.
Das System war ein FBL von Spirit, BEC vom Regler und die vom Helihersteller empfohlenen Midiservos von MKS.
Eingestellt war 7,5V BEC Spannung, in der Telemetrie konnten schon nach moderatem Fliegen Spannungsschwankungen zwischen 6,8 und über 8,5 V abgelesen werden.
Ein zusätzlicher Kondensator wahrscheinlich von Futaba in der Grösse von ca 1500-2000 mF hat das System sehr deutlich beruhigt.

Im Heli ist es ja schon lange üblich ohne Backup-Akku zu fliegen, bei meinen Flächenmodellen habe ich überall einen Backup-Akku drin.
Ein Empfängerakku wirkt wie ein grosser Kondensator und bügelt alle Spannungsspitzen wirksam aus.
Aber nur wenn er direkt am Empfänger angeschlossen ist.
Wenn man einen Backup-Akku mit einer Diode absichert gegen Rückströme, kann er diese Funktion natürlich nicht mehr ausüben. Deswegen verwende ich Regler die schon am BEC-Ausgang mit einer internen Diode gegen Rückströme abgesichert sind (zB YGE), und stecke den Backup-Akku direkt am Empfänger an.
Dieses System wird seit vielen Jahren von Volker Klemm so vorgeschlagen.

Gruss André

Volle Zustimmung. Ob man jedoch einen Empfägerakku einbauen möchte, der bei Lagerung 3,7 - 3,9V und regelmäßige Kontrolle braucht (wie jeder Antriebsakku),
oder einen Kondensator-Puffer dem die Lagerspannung egal ist, muss jeder selbst entscheiden.

Wenn die Telemetrie die große Schwankung zwischen 6,8 - 8,5V angezeigt hat, dann waren die Spitzen bestimmt deutlich größer, in beide Richtungen.
Viele Grüße
Udo

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Letzte Änderung: 09 Apr. 2024 11:30 von diabolotin.

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Re: Mehrere Servos zerschossen

09 Apr. 2024 11:55 - 09 Apr. 2024 11:58
#
Es geht ja im Moment darum unter welchen Bedingungen nennenswerte Spannungsspitzen durch Servo-Rückströme zu erwarten sind. Ein Kondensator oder auch ein Empfängerakku können diese Spitzen sehr deutlich reduzieren.

Bei mir ist der erwähnte Akku hauptsächlich als Backup vom BEC eingebaut, soll eine sichere Landung ermöglichen wenn mal was am BEC wäre (und wenn es auch nur eine gelöste Steckverbindung wäre).
Die BEC-Spannung muss sorgfältig auf den Akkutyp abgestimmt werden, dann wird der Akku vom BEC ständig auf Schwebespannung gehalten. Weder wird der Backup-Akku überladen noch wird das BEC überlastet und der Backup-Akku ist auch immer genügend geladen, muss während der Flugsaison eigentlich nie nachgeladen werden.
Das - und auch die Spannungsglättung - funktionieren natürlich nur wenn der Backup-Akku ohne Diode am Empfänger hängt.

Die Kontrolle vom Backup-Akku findet statt wenn das Modell zunächst nur mit diesem in Betrieb genommen wird und die Spannung auch bei Ruderbewegungen mittels der Telemetrie geprüft wird, bevor das BEC aktiv ist.
Letzte Änderung: 09 Apr. 2024 11:58 von AndreCH.
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